Fruchtsäfte

In der Fruchtsaftherstellung ist es grundsätzlich wichtig sehr sauber zu arbeiten, damit die Keimzahlen möglichst niedrig bleiben. Deshalb verarbeiten wir nur gesundes, sauberes Obst.

Die Mostäpfel werden dazu in ein Tiefsilo abgekippt und gelangen dann umgehend über Wasserkanäle und einen Sortiertisch, wo faule Äpfel aussortiert werden, in den Waschelevator. Dort werden die Äpfel zweimal gewaschen und zur Obstmühle gefördert. Nach dem Mahlen der Äpfel wird die Maische mittels einer Schneckenpumpe zur Bandpresse gepumpt. Hier wird nun kontinuierlich ein 5 cm dicker und 50 cm breiter Maischekuchen zwischen zwei laufende Bänder der Presse gepumpt und entsaftet. Die ausgepresste Apfelmaische (Trester) wird in Großkisten aufgefangen und an Milchviehhalter zur Verfütterung abgegeben. Durch die schnelle und schonende Entsaftung in der Bandpresse erhält man einen aromatischen Apfelsaft, der nach dem Absetzen von Trub umgehend in Flaschen gefüllt wird.

Die Flaschenabfüllung beginnt mit der Reinigung der Mehrwegflaschen in einer großen Flaschenwaschmaschine. Die Flaschen werden zunächst mit heißer Lauge vorgeweicht und dann in mehreren Spritzstationen innen und außen sauber gespritzt. Zuletzt werden sie noch mal mit heißem Frischwasser klar gespült, so dass sie sauber und vorgewärmt über Transportbänder zum Füller gelangen. Der frische Apfelsaft aus dem Kelterhaus wird in einem Plattenwärmetauscher schonend auf 85 Grad Celsius erhitzt, damit vor allem Hefen, Bakterien und Pilzsporen sicher abgetötet werden. Der heiße Apfelsaft gelangt nun über einen Rundfüller in die vorgewärmten Flaschen aus der Flaschenwaschmaschine.

Die Flaschen werden bis 5 mm unter den Rand gefüllte und in einem nachfolgenden Verschließer mit Schraubdeckeln verschlossen. Die Aluminiumverschlüsse haben eine Deckelritzung, die als Berstschutz für die Glasflasche dient. Das heißt, bevor eine Flasche durch Gärung bersten würde, klappt der Deckel auf. Nach dem Verschließer werden in der Ettiketiermaschine noch Etiketten angebracht. Die Flaschen werden mit einem Einpacker in die Kunststoffträger gestellt, die Träger von Hand auf Paletten gestapelt und zum schnellen Abkühlen nach draußen gefahren. Neben dem Abfüllen in Glasflaschen gewinnt auch die Abfüllung von Fruchtsäften in Polyethylen(PE)-Beutel (Bag-in-Box-Verfahren) immer mehr an Bedeutung. Der große Vorteil ist hier der geringe Energieverbrauch (spart 80% Energie und Strom im Vergleich zur Flasche) und die lange Haltbarkeit von 5 Wochen nach dem Anbruch des Beutels. Durch einen speziellen Zapfhahn kann nur Produkt aus dem Beutel herauskommen und keine Luft hineingelangen. Der Inhalt bleibt so steril. Der neuste Beuteltyp ist ein 3-Liter Standbodenbeutel, der keinen Karton als Umverpackung braucht, lichtdicht ist und eine praktische Größe hat. Der Beutel kann dann über den gelben Sack sortenrein recycelt werden.

Neben Apfelsaft naturtrüb und klar füllen wir auch reinen Streuobstapfelsaft von spätreifen Sorten wie Bohnäpfel und Boskop ab. Die Äpfel dafür werden aus den umliegenden Gemeinden im Dreisamtal von den Bauern aufgekauft. Als Mischsäfte stellen wir auch Apfel-Holunder, Apfel-Sauerkirsch und Apfel mit schwarzen Johannisbeeren her. Diese „roten Säfte“ (90% Apfelsaft, 10% roter Saft) erfreuen sich steigender Beliebtheit aufgrund des einmaligen Geschmacks und des hohen Gesundheitswertes. In kleinerem Umfang wird auch Birnensaft und Apfelwein abgefüllt, der eine festen Kundenstamm hat. Des weiteren füllen wir auch Orangendirektsaft, der in Spanien frisch gepresst wurde, in Flaschen ab. Der pulpereiche Saft zeichnet sich durch einen natürlichen, sehr guten Geschmack aus.

Fruchtsäfte aus eigener Kelterei ohne Zusätze:

  • Apfelsaft naturtrüb und klar
  • Frischer Apfelsaft
  • Birnensaft
  • Apfel-Holundersaft
  • Apfel-Johannisbeersaft
  • Apfel-Sauerkirschsaft
  • Apfelwein
  • Orangensaft
  • Apfel-Quittensaft
  • Holundersaft pur in 0,5L Flasche
  • Schwarzer Johannisbeersaft pur in 0,5L Flasche

Neu im Programm ist auch Johannisbeernektar mit 30 % reinem schwarzem Johannisbeersaft, Wasser und Zuckerzusatz.